Maibaum mit Frauenpower

Was ist in einem Schaltjahr anders als in den anderen Jahren? Da stellen nicht die Jungs die Maibäume auf, sondern die Mädels. Das können wir auch, sagten sich die Siedlerfrauen und packten kräftig an. Die schöne Birke hatte ein Siedler zur Verfügung gestellt. Sie war als Schmuck für die Kreisverkehrsinsel aber viel zu groß. Hier kam Dagmars scharfe Säge zum Einsatz. Ruck Zuck war der Baum auf die passende Länge gekürzt.

Nun ging es ans Schmücken. Viele Hände -schnelles Ende. Schon bald flatterten bunte Bändern an den Zweigen. Mit gutem Auge sorgte Chefin Manuela für eine gleichmäßige Verteilung. Jetzt aber kam der schwierigste Teil der Aktion. Unsere Siedlerfrauen trugen die geschmückte Birke im Fußmarsch vom Siedlerhaus zum Kreisverkehr. Der Aufstellschuh vom letzten Jahr passte auch diesem Baum. Schon stand der Maibaum auf der Insel und ließ die bunten Bänder munter im warmen Wind wehen. Doch unsere Frauen waren noch nicht ganz zufrieden. Das viele Unkraut, oder wie man heute sagt, Beikraut störte die Optik. Also wurde noch fleißig das unschöne Grün entfernt. Dabei halfen auch Beate und Gudrun. Noch einige prüfende Blicke auf das Gesamtwerk. Alles O.K. Nun konnten unsere fleißigen Frauen auf die gelungene Aktion mit einem Gläschen Sekt vorm Siedlerhaus anstoßen. Aber im nächsten Jahr sind die Jungs wieder dran.

Siedlerversammlung

Es ist schon erstaunlich, wie schnell doch manchmal ein Jahr herum geht. Das gilt auch für so ein Siedlerjahr. Und schon ist es für die 1. Vorsitzende Manuela Saake wieder Zeit, alle Mitglieder mal wieder zusammen zu rufen. So lädt der Vorstand der Siedlergemeinschaft Bad Driburg für Samstag, 2. März 2024, um 18:00 Uhr, zur Mitgliederversammlung ins Siedlerhaus ein.

In diesem Jahr geht es nicht um Neuwahlen. Interessant dürfte aber der Bericht des Vorstandes sein, besonders der Finanzbericht von Kassenwart Thorsten Fischer. Nach der Tagesordnung steht für alle eine leckere Stärkung bereit. Und dann gibt es traditionell noch den bebilderten Rückblick auf 2023 von Schriftführer Hermann Klahold. Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht zu kommen.

Siedler auf Zwietengang

Erstaunlich, wie viele Bad Driburger sich doch für die Zwieten interessierten. Trotz des kalten und regnerischen Januarwetters waren über dreißig Wetterfeste gekommen, um sich durch die schmalen Wege führen zu lassen, die für Autos ungeeignet sind. In der Kurstadt gab es damals viele solcher Gässchen, die von den Einwohner Zwieten genannt wurden. Allein in der Südstadt gibt es davon über dreißig, also ungefähr für jeden Mitwanderer eine eigene.

Wetterbedingt wurden aber nicht alle Gassen abgelaufen. Kaum einem der Teilnehmer waren alle Zwieten bekannt. So lernte man als Fußgänger neue Abkürzungen kennen. Vor dem Schnatgang hatten nur ganz wenige dieser kleinen Wege einen Namen, danach aber alle. Dafür sorgte Zwietenführer Hermann, der jedem Gässchen einen passenden Namen gab. So gibt es jetzt in der Südstadt zum Beispiel einen Knickweg, einen Biekesteg und sogar eine Zwackzwiete. Zur Vorbeugung gegen Erkältungen teilte die Vereinsvorsitzende Manuela Saake an verschiedenen Stationen wirksame Medizin aus.

Zurück im Siedlerhaus konnten sich die Wanderer die Hände an heißen Öfen und den Magen mit Glühwein wieder aufwärmen. Dazu spendierte die Siedlergemeinschaft eine gehaltvolle Gulaschsuppe. Bei einer Zettelarbeit wurde die Merkfähigkeit der Schnatgänger getestet. Die meisten Punkte erreichte Beate Hartweg, 2. Platz Marion Tegtmeyer, 3. Jennifer Fischer, 4. Martin Hake. Die Sieger erhielten eine passende Zwietenurkunde. Und alle fanden, dass dies ein gelungener Auftakt für das neue Siedlerjahr war.

Weihnachtsdekoration zerstört

Die Siedlergemeinschaft in Bad Driburg hat zu verschiedenen Jahreszeiten die Kreisverkehrsinsel in der Südstadt immer hübsch dekoriert. Mit viel Liebe und Herzblut arrangiert prangten dort zuletzt viele kleine Lichter unter einem Weihnachtstern. Das dürfte vorläufig die letzte Aktion auf dem Kreisverkehr gewesen sein. Denn die aufwändige Dekoration wurde in der Silvesternacht durch bisher Unbekannte schwer beschädigt.

Die große Acrylsäule, das tragende Element aller Gestaltungen, wurde total zerstört. Auch die roten Weihnachtskugeln, die sich in der Säule befanden, haben diese unsinnige Attacke nicht heil überstanden. Wie durch ein Wunder brannten einige der Lämpchen an den Lichterketten mutig weiter.

Auch früher schon gab es Beschädigungen an den liebevoll gestalteten Inseldekorationen. So wurde zum Beispiel das Große Ei oben von der Osterinstallation gestohlen.

Die Siedler fragen sich nun, ob sie viel Geld in die Hand nehmen sollen, um eine neue Säule zu beschaffen. Auch die beschädigten Weihnachtskugeln und Lichterketten müssten ersetzt werden. Auf keinen Fall wird es in diesem Jahr zu Karneval den gewohnten Gruß an das Prinzenpaar auf der Verkehrsinsel geben. Eigentlich schade!